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CLAUDIO MONTEVERDI 

O imagini belle

24. März 2012 um 20.00 Uhr

Ein Konzert der Capella Vocale an St. Hippolytus -
kunst- und kulturgeschichtlich geführt von Ulrich Forster
LEITUNG: Michael Veltman

JOHANNESKIRCHE 
VIKTORIASTR. 1
53840 TROISDORF
(Anfahrtsbeschreibung: s. unten)

Eintritt: 12 €, (Kinder unter 12 Jahre: 2 €)

Kartenreservierung : Tel.:  02241 - 71646


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Musik von Claudio Monteverdi, Vokalmusik des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts,  wie sie an diesem Konzertabend zu hören sein wird, klingt vielen Menschen heute recht fremd. Das gilt durchaus auch für solche Hörer, die regelmäßig klassische Konzerte besuchen. Eine Musik, noch weit vor Bach und Händel entstanden, also sehr, sehr alte Musik aus einer ziemlich fernen Epoche.

Interessanterweise geht es uns da bei einer anderen Kunstgattung, bei der bildenden Kunst, vor allem in der Malerei, ganz anders. Denken Sie nur an die Serie von großen Renaissance- Erfolgsausstellungen im vergangenen Jahr:  Um die "Gesichter der Renaissance"  zu sehen, standen die Menschen in Berlin geduldig Schlange – die große Leonardo-da-Vinci-Ausstellung in London war bereits ausverkauft, bevor sie eröffnet wurde. Dabei ist diese Malerei viel früher entstanden, als Monteverdis Musik. Dieser auffällige Unterschied in der Vertrautheit des Blicks in die Vergangenheit, hat uns auf die Idee zu diesem ungewöhnlichen Projekt eines kunst- und kulturgeschichtlich geführten Konzerts gebracht.

Mit Hilfe eines Bildervortrags werde ich einiges zum Leben des Claudio Monteverdi erzählen.
22 Jahre war er am Hof der Herzöge Gonzaga in Mantua tätig, wo er einen großen Teil der Madrigale komponiert hat, die an diesem Abend zu hören sein werden und wo auch sein bis heute bekanntestes Werk entstanden ist: L´Orfeo - eine der ersten Opern der Musikgeschichte.

Darüber hinaus untersuchen wir in einer spannenden Gegenüberstellung von Kunst und Musik jene Entwicklungslinien, die das ausgehende Renaissancezeitalter ausmachen. Die Kunsthistoriker haben für diese Epoche den Begriff des Manierismus geprägt. Was verbirgt sich dahinter? Lässt er sich ohne weiteres auf die Musik jener Zeit übertragen? Wenn ich Ihnen Raffaels Verlöbnis Mariens  zeige und dann El Grecos Eröffnung des fünften Siegels und Sie daraufhin eine Motette von Carlo Gesualdo im Anschluss an eine solche von Palestrina hören, werden Sie beeindruckende Parallelen erkennen. Dann werden Sie mit geöffneten Ohren den großen Block mit Monteverdimadrigalen genießen könne, mit dem die Capella Vocale das Konzert beendet.

Freuen Sie sich auf einen spannenden kulturgeschichtlichen Streifzug ins späte 16. und frühe 17. Jahrhundert!

Die Capella Vocale ist ein Ensemble, das aus 10 Sängerinnen und Sängern besteht. Der Schwerpunkt des von uns bearbeiteten Repertoir liegt  auf dem Gebiet der "Alten Musik", aber auch Musik der Romantik waren vom Ensemble  zu hören, ebenso wie die Uraufführung zweier Werke des Ensembelleiters Michael Veltman.

El_Greco_Raffael_Archimboldo


ANFAHRT:
Die evangelische Johanneskirche Troisdorf ist
vom Bahnhof Troisdorf bequem in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen (Karte: siehe untenstehender Link).
Neben dem Bahnhof befindet sich auch ein großes Parkhaus (Poststraße 70),
das durchgängig geöffnet ist und immer ausreichend Platz bietet.

Von der A 59 (Flughafen-Autobahn) fahren Sie die Ausfahrt Troisdorf ab und folgen dann einfach der Beschilderung Richtung Zentrum (Bahnhof).

Karte_Johanneskirche

HÖLLE - FEGEFEUER - JÜNGSTES GERICHT

Ein Multimedia-Vortrag mit Ulrich Forster 

9. März 2012 um 19.00 Uhr

Evangelische Erlöserkirche Bonn - Bad Godesberg
Kronprinzenstraße 31

Eine Veranstaltung des Quolloquium Humanum Bonn



Juengstes_Gericht


Vor zwei Jahren habe ich zusammen mit dem evangelischen Pastor Dietmar Pistorius in dessen Stadtkirche in Troisdorf, den von mir konzipierten und ausgearbeiteten Multimediavortrag „Hölle – Fegefeuer – Jüngstes Gericht“ zum ersten Mal gehalten. In der Zwischenzeit wurde ich mehrfach gebeten, den Vortrag zu wiederholen. Bei allen bisherigen Veranstaltungen waren die Veranstalter über die hohen Zuhörerzahlen erstaunt – Endzeitthemen scheinen einen gewissen Nerv der Zeit zu treffen. Nachdem er zuletzt auf Einladung der Dante-Gesellschaft an der Uni in Bonn stattfand, bin ich diesesmal eingeladen im Rahmenprogramm der Ausstellung von Dalis Zyklus zur "Göttlichen Komödie", einer Gemeinschaftsausstellung der katholischen, evangelischen und griechisch-orthodoxen Gemeinden in Bonn-Beuel zu sprechen - wieder ein Dante-Bezug also.

Darstellungen vom Jüngsten Gericht gehören zu den rätselhaftesten und ikonographisch vertracktesten Bildthemen der christlichen Tradition. Mehr noch als bei anderen Bildern ist der Betrachter darauf angewiesen, die Hintergründe der einzelnen  Bildmotive zu kennen, um sich den Sinn des Dargestellten erschließen zu können. Unvorbereitete Betrachter solcher Bilder sind entweder ratlos oder von der oft rigorosen Drastik der Darstellungen irritiert. Dabei sind es besonders die exzessiven Schilderungen der Höllenschrecken, die uns heute gleichermaßen faszinieren wie befremden.

Im ersten Teil des Abends werde ich die einzelnen Bildteile entschlüsseln und aufzeigen, auf welche Textstellen im Neuen und Alten Testament sie zurückgehen. Ich stelle einen Vorläufer der eigentlichen Darstellung des Jüngsten Gerichts, die Illustration des Gleichnisses von den Schafen und den Böcken, vor und erläutere, wie sich daraus das eigentliche Bildthema des Jüngsten Gerichts entwickelt hat. Auch gehe ich auf theologische und historische Hintergründe ein, die begreiflich machen, warum es gerade am Ausklang des Mittelalters zu solch einer Fülle von künstlerischen Auseinandersetzungen mit diesem Thema kam.

Im zweiten Teil vergleiche ich dann die Werke von fünf großen Meistern, die im 15. und 16. Jahrhundert gemalt haben.Den Anfang sollen drei Künstler machen, die in engem zeitlichen und räumlichen Kontext gearbeitet haben: Jan van Eyck, Rogier van der Weyden und Hans Memling, die großen flandrischen Meister an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. Natürlich darf bei der Besprechung dieses Themas ein Maler auf keinen Fall fehlen: Die Bilder des Hieronymus Bosch bilden einen ganz eigenen, einen sehr finsteren Kosmos.
Mit nie versiegender Phantasie spielt Bosch immer neue Variationen aller erdenklichen Höllenqualen durch und nie ist ganz klar, ob das alles bitterer Ernst oder doch eher höhnische, höllische Ironie ist. Abschließend widme ich eine ausführliche Interpretation dem gewaltigen Weltgericht-Fresko des Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan.
Musikalische und literarische Anklänge zum Thema runden den Abend  zu einem ganz besondern Erlebnis ab.

 signorelli_michelangelo


Diesen Vortag habe ich bereits gehalten für:

Evangelische Kirchengemeinde Troisdorf
Stadtmuseum Siegburg
Stadtmuseum Bonn in Kooperation mit der Deutsch-Österreichischen Gesellschaft Bonn
Deutsch-Italienische Gesellschaft SOCIETÀ DANTE ALIGHIERI  
am Geografischen Institut der Uni Bonn

St. Lamberti, Coesfeld
Museum Villa Erkens in Kooperation mit der VHS Grevenbroich
Ökumenisches Dreieck Bonn-Beuel  im Rahmen der Dali-Ausstellung "Hölle-Fegefeuer-Paradies"

 
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